Die Stiftung

Die Martin-Lantzsch-Nötzel-Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung für Kunst und Kultur. Sie wurde im Januar 2004 als selbstständige Stiftung bürgerlichen Rechts in Köln errichtet und von der Bezirksregierung Köln anerkannt.

Ihr vornehmliches Stiftungsziel ist es, das Lebenswerk des Düsseldorfer Malers und Zeichners Arno Martin Lantzsch-Nötzel (1894-1986) in Erinnerung zu halten. Seit 1986 nahm sich Hannerose Fischer, die frühere Muse des Malers, in Wuppertal dieser Aufgabe an. Testamentarisch verfügte sie die Errichtung dieser Stiftung, um die Betreuung des künstlerischen Nachlasses institutionell fortzuführen.

Als Vertreter der abstrakten Nachkriegskunst liegt die Hauptschaffensphase von Martin Lantzsch-Nötzel in den 1950er Jahren. Entsprechend trägt die Stiftung den Zusatz: »STIFTUNG FÜR DIE KUNST DER 50er JAHRE«

Weiter darf die Stiftung laut Satzung auch ausgewählte Zeitgenossen Lantzsch-Nötzels beachten und bearbeiten.

Dazu gehört seit 2009 der ungarisch-deutsche Bildhauer Lajos Barta (1899-1986). Barta emigrierte 1965 nach Deutschland und konnte sich durch Großplastiken in vielen Städten im Rheinland einen Namen machen. Diese Bronzen im öffentlichen Raum, oft noch Entwürfe der 1950er Jahre, wurden sein künstlerisches Vermächtnis in der späten Bonner Republik. Die Martin-Lantzsch-Nötzel-Stiftung initiierte und förderte die erste deutsche Retrospektive Bartas im Arp Museum Bahnhof Rolandseck und im Donauschwäbischen Zentralmuseum Ulm und gab 2015 eine umfassende Monografie zu Lajos Barta heraus.

Die Stifterin

Hannerose Fischer war die langjährige Lebensgefährtin und Muse des Malers Martin Lantzsch-Nötzel. Anfang der 50er Jahre war sie dem Maler als junge Frau in Bad-Liebenzell im Schwarzwald begegnet und sofort fasziniert von dem etwa 30 Jahre älteren Mann.

kuenstler

Diese Begeisterung hielt ein Leben lang an. Nach dem Tode des Künstlers 1986 führte Hannerose Fischer den Nachlass fort und begann das Œuvre zu ordnen und das künstlerische Nachleben des geliebten Partners zu organisieren. Sie engagierte eine Studentin der Kunstgeschichte und richtete kleine Ausstellungen in privaten und öffentlichen Räumen aus. Posthum zum 100. Geburtstag Lantzsch-Nötzels, veröffentlichte sie Werke und Gedanken zu seiner Kunst. Weiter vermittelte sie Zeichnungen und Ölgemälde in Museumssammlungen, z.B. das Von der Heydt-Museum in Wuppertal, das Museum Kunst Palast Düsseldorf und das Kupferstich-Kabinett sowie die Gemäldegalerie Neue Meister in Dresden. Im Herbst des Jahres 2002 verstarb Hannerose Fischer, nicht ohne zuvor in ihrem Testament die Errichtung dieser gemeinnützigen Stiftung zu verfügen.