Veröffentlichungen

Die Stiftung kann bisher auf folgende monographische Veröffentlichungen zu den Künstlern Martin Lantzsch-Nötzel (1894-1986) und Lajos Barta (1899-1986) zurückgreifen. Über die Stiftung können diese Titel, wie angegeben, bezogen werden: info@lantzsch-noetzel.de

Ulrich Winkler, Lajos Barta – Emigration , Hatje Cantz Verlag, 208 Seiten, 38,- EUR (in der Ausstellung)

»Der Betrachter soll nachfühlen können, was ich mit meinen Plastiken sagen wollte. Wenn ich glaube, das mir dies gelungen ist, habe ich mein Ziel erreicht.«    
Lajos Barta

Mit dieser Überzeugung wurde der Ungar Lajos Barta (1899–1986) zu einem »Poeten unter den Konstruktivisten«. Denn tatsächlich gelang es ihm in seinem Werk, Mensch und Geometrie in einer ganz eigenen, von Emotionalität geprägten Formenwelt zusammenzuführen. Unter dem Einfluss des Surrealismus und des Konstruktivismus schuf er in Paris noch während des Zweiten Weltkrieges dafür die Basis. Unter dem Eindruck zweier Diktaturen wurde seine Entwicklung phasenweise empfindlich beeinträchtigt, zum Stillstand kam sie aller Widrigkeiten zum Trotz jedoch nie: Als Jude und Homosexueller wurde Barta im Dritten Reich verfolgt, um sich anschließend als Avantgardekünstler im Kommunismus der Volksrepublik Ungarn erneuter Ächtung ausgesetzt zu sehen. Zerrissen zwischen existenzsichernder äußerer Anpassung und eigener künstlerischer Überzeugung ging er 1949 in die innere Emigration. Erst im politisch-kulturellen Tauwetter nach dem Ungarischen Aufstand 1956 konnte er das gesamte Spektrum seines facettenreichen Œuvres entfalten. Seine Plastik Welle, 1960 in Pécs aufgestellt, sollte das erste abstrakte Großformat im öf fentlichen Raum der Volksrepublik sein. Angesichts der sich erneut verschärfenden Situation emigrierte Barta 1965 im Alter von 66 Jahren nach Deutschland, um im Rheinland späte Wertschätzung zu erfahren: Seine monumentalen Großformate in Bronze finden sich in Köln, Bonn, Wuppertal, Remagen, Mülheim a. d. Ruhr und Siegen.
Diese Monografie stellt sein exzeptionelles Œuvre ausführlich vor und würdigt die Lebensleistung eines mehrfachen Emigranten in zeithistorischen Kontext des Kalten Krieges.

 

Oliver Kornhoff, Lajos Barta – Wahlheimat am Rhein, AMBR 2013, 128 Seiten, 18,- EUR

Die erste deutsche Retrospektive zu Lajos Barta stellt neben dem Bildhauer nun auch den hervorragenden Zeichner vor. Dieser erweiterte Blick auf das Lebenswerk lässt erkennen, wie stark die Vita dieses charismatischen Künstlers aus der k.u.k. Monarchie durch die Zeitgeschichte des 20. Jahrhundets geprägt wurde. Ein Beitrag es ungarischen Kunsthistorikers Gábor Pataki beleuchtet die hohe Bedeutung Bartas in Ungarn nach 1945. Freunde Bartas, darunter Günther Uecker oder Françoise Gilot, lieferten sehr persönliche Beiträge.

 

Ulrich Winkler, Lajos Barta – Das plastische Gesamtwerk, Plön 1995, 298 Seiten, nur noch antiquarisch verfügbar. Bitte schreiben Sie uns an.

Die Plastiken Lajos Bartas haben seit langem Eingang in die großen Sammlungen der Klassischen Moderne gefunden, wie z.B. das Centre Pompidou, die Nationalgalerie Ungarns, das Wiener Museum des 20. Jahrhunderts, die öffentliche Kunstsammlung Basel, das Städtische Kunstmuseum Bonn, das Museum Ludwig in Köln und viele andere.

 

A.  Martin Lantzsch-Nötzel, Sign, Design Composition, 1972, 70 Seiten, leider nicht mehr verfügbar.

1972 veröffentlichte Lantzsch-Nötzel im Selbstverlag 60 aktuelle Zeichnungen und Aquarelle aus den Jahren 1968 - 1972. Zwischen die Tafeln setzt der 78-jährige einige wesentliche Glaubenssätze seines künstlerischen Schaffens.

 

 

Kunst ist eine Sprache, A. Martin Lantzsch-Nötzel, Wuppertal 1994, 56 Seiten, 12,- EUR

Das bibliophile Werk erschien im Selbstverlag der Stifterin und stellt liebevoll Aussagen und Überzeugungen des Künstlers in aphoristischer Sammlung zusammen und illustriert sie mit einer persönlichen Auswahl von Pastellen, Aquarellen und Ölbildern.