Aktuelles

Erste umfassenden Veröffentlichung zu Martin Lantzsch-Nötzel

Kurz nach dem 70-jährigen Jubiläum der ersten deutschen Künstlergruppe der "junge westen" nach dem Krieg gilt es einen bisher ungeborgenen Schatz der frühen abstrakten Kunst zu entdecken: das Œuvre des Düsseldorfer Malers Martin Lantzsch-Nötzel (1894‒1986). Das Geistige und Gestische, das Wissen um den frühen Kandinsky und der Kampf für die Abstraktion in der bürgerlichen Enge der Nachkriegsjahre bildet das Spannungsfeld, in dem Lantzsch-Nötzel seine künstlerische Bestimmung fand und in den späten 1940er-Jahren eine reife künstlerische Position entfaltete. Sein Beitrag zum deutschen Informel ist unlösbar mit der expressionistischen Sinnsuche der 1920er-Jahre verbunden und macht ihn zu einer anspruchsvollen Stimme im Diskurs der 1950er-Jahre.

Erscheinen wird das Buch im Frühjahr 2018 im Wienand Verlag in Köln.

Barta im Petőfi

Zum 60. Jahrestag des Gedenkes an den Ungarischen Aufstand im Oktober 1956 leisteten viele ungarische Museen erneut Erinnerungsarbeit. Das Petöfi Museum in Zentrum von Budapest präsentierte eine interessante Mischung aus Kunstbeiträgen und historischem Archivmaterial. Sehr gut präsentiert und positioniert wurde die "Schwingende" von Lajos Barta, die zu ihrer Entstehungszeit, am ersten Jahrestag des Aufstandes 1957 noch den Titel "Angst" trug. Anfang 2017 wurde in der Kunstzeitschrift Új Művészet die politisch konnotierte Werkgeschichte dieser Plastik geschildet, wie sie in der Stiftungspublikation mit dem Titel Lajos Barta - Emigration im Detail dokumentiert wird. Die einzige Monumentalvergrößerung des Modells "Schwingende" steht seit 1971 im Bonner Hofgarten.

Bis zum zum 22. Januar 2017: Martin Lantzsch-Nötzel in der Ausstellung BEFREITE MODERNE

Bis Anfang 2017 sind jetzt vier abstrakte Aquarelle und Gouachen von Martin-Lantzsch-Nötzel im Märkischen Museum in Witten in der Ausstellung "Befreite Moderne – Kunst in Deutschland 1945-1949" zu sehen.

Seit Jahren bestehen gute Kontakte zu diesem Haus mit einem bemerkenswerten Sammlungsschwerpunkt zur deutschen Kunst nach 1945, sodass wir einer Leihanfrage gerne entsprochen haben. Wir freuen uns sehr, dass eine kleine Auswahl folgender Werke Lantzsch-Nötzels 30 Jahre nach seinem Tod im Januar 1986 wieder im direkten Vergleich zur breiten Kunstproduktion der Nachkriegsjahre zu sehen ist:

Im Schutz der Natur, 1949

  

Am Wegrand, 1949

 

  

Träumerische Erkenntnis, 1948

  

Im Auge des Todes, 1951