Aktuelles

 

Ausstellung zu Lajos Barta 2019 in Budapest

 

Zufahrt zum Hauptportal (siehe Bild unten)

Im Juli 2018 konnte die Martin-Lantzsch-Nötzel-Stiftung mit dem Kiscelli-Múzeum, einer Sektion des Stadtmuseums Budapest, nach langjährigen Verhandlungen eine Kooperation für eine Ausstellung zum Zeichner und Bildhauer Lajos Barta eingehen. Unsere Stiftung sagte einer Anschubfinanzierung für das Projekt zu, um Lajos Barta nach fast 25 Jahren erstmals wieder in der ungarischen Hauptstadt zu präsentieren und im öffentlichen Diskurs zu halten. Die Ausstellung wird Barta und sein Werk in der (über Jahre auch existenziellen) Abhängigkeit von wechselnden kulturpolitischen Systemen in Ost und West präsentieren, d h. in der Ära des Kalten Kriegs. Dieser gesellschaftspolitische Aspekt stand in der kunsthistorischen Aufarbeitung erst ansatzweise im Fokus und trägt zugleich aktuellen Tendenzen der Kunstrezeption Rechung.

Wir hoffen besonders aus Köln und der Region auf öffentliche Unterstützung für dieses Projekt, a) um ihm das angemessene kulturpolitische Gewicht zu verleihen und b) um die finanziellen Mittel für einen Katalog zur Ausstellung zu erhalten. Das Stadtmuseum geht bisher fast ohne Budget in die Vorbereitungen! Die Eröffnung der Ausstellung ist derzeit für Mai 2019 geplant.

Hauptportal zum Kiscelli-Múzeum in einer barocken Klosteranlage

Kunstausstellung vom 22.06. – 22.09.2018

Anlässlich der neuen Publikation zum Stiftungskünstler Martin Lantzsch-Nötzel zeigen wir in einer kuratierten Ausstellung 25 Meisterwerke des Malers überwiegend aus den 50er- und 60-er Jahren. Bei Interesse bitten wir um Terminabsprache unter der Mail-Adresse: info@lantzsch-noetzel.de.

Buchvorstellung am 22. Juni 2018

Immer wenn ein wichtiges Stiftungsprojekt erfolgreich zum Abschluss gekommen ist und öffentlich wahrgenommen wird, lädt die Stiftung zu einem Stiftungsabend, um Kunstsammlern, Freunden und Förderern der Stiftung sowie dem interessierten Fachpublikum Einblick in die Stiftungsarbeit zu geben.

Die neue Publikation zu Martin Lantzsch-Nötzel ist der willkommene Anlass diesen Meilenstein langjähriger Stiftungsarbeit am vierten Stiftungsabend in der Richard-Wagner-Straße vorzustellen. Das wichtigste Forschungsergebnis: Martin Lantzsch-Nötzel gehört in den Kreis der wichtigen Vertreter der abstrakten Nachkriegsmoderne in Deutschland. Gastredner am Stiftungsabend war Prof. Dr. Ferdinand Ullrich, ehemaliger Direktor der Museen Recklinghausen und der Kunsthalle Stadt. sowie Honorarprofessor an der Kunstakademie Münster. Als ausgewiesener Fachmann für die 50er-Jahre ist ihm die Stiftung besonders für sein Vorwort in ihrer Publikation Martin Lantzsch-Nötzel – Zwischen Expressionismus und Informel sehr verbunden.

Gastredner Prof. Dr. Ferdinand Ullrich

Das "Lajos-Barta-Archiv"

Aufgrund der anhaltenden Beschäftigung mit dem ungarisch-deutschen Bildhauer und Zeichner Lajos Barta ist die Martin-Lantzsch-Nötzel-Stiftung inzwischen zu einer Anlaufstelle für Informationen zum Künstler und zum "Sammelbecken" für Archivmaterial geworden. Außerdem verfolgt die Stiftung das Kunstgeschehen zu Barta und beschafft sowohl antiquarisch als auch im Buchhandel alle Publikationen zum Künstler, von denen sie erfährt. Diese nachhaltige Beschäftigung mit dem Künstler soll jetzt auch öffentlich wahrnehmbar werden. Daher haben wir das Lajos-Barta-Archiv ins Leben gerufen und treten mit einem entprechenden Logo an die Öffentlichkeit.

Es ist bewusst sachlich gehalten und soll in seiner Anmutung an die Ordung und Struktur eines Archivs erinnern.

Erste Monografie zu Martin Lantzsch-Nötzel im Juni 2018

Die Martin-Lantzsch-Nötzel-Stiftung gibt nach anhaltender 14-jähriger Recherchearbeit die erste Monografie zu ihrem Maler Martin Lantzsch-Nötzel heraus. Sie will damit sein künstlerisches Schaffen vorstellen und in den kunsthistorischen Diskurs führen. Der Wienand Verlag kündigt das Buch wie folgt an:

Kurz nach dem 70-jährigen Jubiläum der ersten deutschen Künstlergruppe der "junge westen" nach dem Krieg gilt es, einen bisher ungeborgenen Schatz der frühen abstrakten Kunst zu entdecken: das Œuvre des Düsseldorfer Malers Martin Lantzsch-Nötzel (1894‒1986). Das Geistige und Gestische, das Wissen um den frühen Kandinsky und der Kampf für die Abstraktion in der bürgerlichen Enge der Nachkriegsjahre bildet das Spannungsfeld, in dem Lantzsch-Nötzel seine künstlerische Bestimmung fand und in den späten 1940er-Jahren eine reife künstlerische Position entfaltete. Sein Beitrag zum deutschen Informel ist unlösbar mit der expressionistischen Sinnsuche der 1920er-Jahre verbunden und macht ihn zu einer anspruchsvollen Stimme im Diskurs der 1950er-Jahre.